




Karte von Voerde - Stockum 1733
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Gangelshofkate anno 1875
(Weseler Weg 35)
Der Bahnbedienstete Hermann Gangelhoff, geb. 4.11.1848 in Löhnen, heiratete am 6.2.1872 Anna Helene Bechs, geb. 16.3.1847 in Holthausen.
Die Eheleute siedelten sich in Stockum am Weseler Weg an. Der Ehemann stirbt am 26.10.1913 , seine Ehefrau am 2.9.1892 .
Die älteste Tochter Anna Johanna Gangelhoff, geb. 19.3.1872 , erbt den elterlichen Besitz und heiratet am 3.8.1895 den Nachbarn, Weichensteller Cornelius Hüsken, geb. am 28.11.1873.

Schumacherei Hüsken
(Weseler Weg)
Man sieht hier Friedrich Hüsken in seiner Schusterwerkstatt.
1925 legte Friedrich Hüsken seine Gesellenprüfung ab.
1934 eröffnete Hüsken seine Schusterwerkstatt im Hause seiner Eltern auf dem Weseler Weg.
1936 legte Friedrich Hüsken seine Meisterprüfung ab.
1938 zog er in das von ihm gebaute Haus auf der Grünstraße ein und eröffnete hier seine Werkstatt.
1950 verstarb Friedrich Hüsken. Die Werkstatt wurde an Johann Sanders aus Spellen vermietet.
1954 übernimmt sein Sohn Helmut Hüsken den elterlichen Betrieb.
Im Dezember 1961 hat Helmut Hüsken die Schumacherei aufgegeben, da sie die Familie nicht mehr ernährte. Er ging in die Industrie.

Hüskenkate anno ca. 1875
(Grenzstraße 68) - Ecke Weselerweg
Die Eheleute Hüsken siedelten sich 1873 an der Ecke Grenzstraße - Weseler Weg an. Sie bekamen 14 Kinder, von denen drei in jungen Jahren starben.
Es ist das Stammhaus der großen Holthausener und Stockumer Hüsken-Sippe.
Elisabeth Anna Margarethe, die Enkelin der oben genannten Eheleute Hüsken, geb. 5.8.1899 heiratete Heinrich Kapp, geb. 27.11.1897.
Dies hatte entsprechend eine Namenänderung der Kate zur Folge.
Heute wohnen in dem Haus Heinrich und Heide Kapp, geb. Dellen.

ehemals Lebensmittel Bilke
(Sandstege 6)
Heute lebt in diesem Haus die Familie Jörg Rüß mit ihren Kindern.

Ehemaliges Geschäft Bilke in Stockum an der Sandstege
(Sandstege 6)
Frau Irmgard Ilse Bernds geb. Koch, Ehefrau von Hermann Bernds, Schafstege, in dem Geschäftsraum des Lebensmittelladen Bilke in Stockum.
In der Anzeige über den Beginn des Geschäftes 1965 steht geschrieben: Großhandel mit Lebensmitteln, Seifenartikeln und Branntwein. Einzelhandel mit Lebensmitteln und Seifenart.
Das Geschäft gaben die Bilkes nach Eröffnung des Allkaufs im Jahr 1982 auf.
Auf dem Bild steht Frau Bilke ganz links.

Getränkehandel Zimmnau
(Schafstege 27/heutige Nr. 92)
Die Eheleute Zimmnau zogen im September 1959 mit Ihren vier Kindern in das Haus Schafstege 27 (heute Nr. 92) ein. Bis Mitte 1962 betrieben die Eheleute ihren Getränkegroßhandel hier.
Auf dem Bild steht Frau Zimmnau bei einem der beiden Auslieferungsfahrzeuge. Sie hatten zwei Auslieferungsfahrzeuge der Marke Tempo, Typ Viking. Heute leben die Eheleute Zimmnau in Wesel.
Alte Bernds Kate, gebaut etwa 1838 - 1840. Das Vorderhaus wurde kurz vor dem ersten Weltkrieg (1914 - 1918) abgebrochen und durch das heute noch stehende stattliche Bauernhaus ersetzt.
Aus der ehemaligen Kate ist im Laufe der Jahre ein Landwirtschaftliches Unternehmen mittlerer Größe entstanden, das heute von Cornelius Bernds geleitet wird.
Vorne:
die Eheleute Gertrud, geb. Mattheis und Cornelius Bernds, dazwischen Elisabeth
Unten von links:
Cornelius, Gertrud, Adolf - der den Bauernhof von seinen Eltern übernahm und Wilhemine.

Schippers Kate anno 1812
(Schafstege 79)
Heinrich Schippers aus Rheindalen, geb. 1.11.1784, heiratete 1807 eine Mechelt Krüßmann von der Dollenkate in Voerde.
Am 4.1.1812 nehmen die Eheleute von Haus Voerde ein Stück Land in Stockum in Erbpacht. Nach dem Tod der Eltern ziehen die Angehörigen nach Möllen und die Schipperskate steht zum Verkauf an.
Johann Hermann Hörsken, geb. 28.5.1853 erwirbt die Kate und heiratet am 3.12.1874 Anna Helena Maaß, geb. 29.8.1854 in Oberemmelsum (heute Friedrichsfeld). Deren Sohn Hermann Johann Hörsken, geb. 28.3.1886, erbt den elterlichen Besitz und heiratet am 17.12.1909 Helena Gertrud Fengels, geb. 7.7.1887 in Hünxe - Bruckhausen.
Dieses Ehepaar hatte 5 Kinder, 3 Töchter und 2 Söhne. Tochter Helene heiratete Günther Schulz und sie übernahm den elterlichen Besitz. Jetzt wohnt ihre Tochter Gertrud mit ihrem Mann Jürgen Gerau und ihrem Sohn Carsten mit Ehefrau Nicole in dem Haus.
Die Tochter Traudchen, geb. 29.6.1921 in Stockum heiratete den Josef Werthmann aus dem Spessart und siedelte sich in unmittelbarer Nähe des Elternhauses (heute Haus Nr. 97) an.

Kraftfahrzeugwerkstatt Rolf Hülser
(Schafstege)
Das Bild zeigt Rolf Hülser in seiner Werkstatt, Schafstege 44. Rolf Hülser ist seit dem 1.2.1978 selbstständig. An seinem Elternhaus baute er Räumlichkeiten für seine Kfz - Werkstatt an. Diese führte er bis zur Übernahme durch seinen Sohn Rene bis zum 1.1.2002.
In der Mitte des Bildes Frau Hülser, rechts Sohn Rene.

Bleckmann Kate anno 1827
(Schafstege 84)
Die Kate wurde 1827 von dem Ackerer Wilhelm Bleckmann gebaut.
Wilhelm Bleckmann, geb. 9.4.1802, gest. 16.3.1889, heiratete am 14.1.1821 Maria Sibylla, geb. Berns, geb. 29.6.1794 , gest. 11.12.1867. Die Eheleute nehmen ihre Enkeltochter in ihren Haushalt auf und bestimmen sie zur Erbin ihres Besitzes.
Maria Sybilla Schmitz, geb. Bleckmann, geb. am 8.11.1861, gest. 15.3.1931 heiratete am 17.11.1881 den Maurermeister und Ackerer Heinrich Schmitz, gen. Bleeker, geb. 2.8.1859, gest. 15.11.1942.
Den Eheleuten werden 13 Kinder geboren, davon bleibt das 12. Kind Friedrich Schmitz bei den Eltern auf der Kate.
Friedrich Schmitz, geb. am 2.1.1903 , heiratete am 6.11.1927 Mechthilde Margarethe Biefang. Die Nachkommen der Eheleute bewohnen heute noch die ehemalige Bleckmanns Kate.

Kapp-Buhlmann
(damals: Haus Nr. 28 - heute: Schafstege 101: gebaut 1907/1908)
von links:
* Hausgehilfin
* Elise Wolters geb. Kapp am 12.Mai 1899
* Mutter von Paul Wolters (gen. Cloudt`s Paul)
* Helen Egener geb. Kapp im Jahr 1903
Das Bild zeigte die Schafstege im harten Winter 1963. Im Hintergrund sieht man die Stockumer Schule und das Haus Bernds. Schneepflüge mußten die Wege freiräumen. Der Schnee lag für mich als 8 - Jährigen Stops so hoch, daß ich nicht über die "Berge" am Wegrand schauen konnte. Die Schneewehen lagen so hoch, daß ein Mann nördlich des Bahnüberganges an der Grünstraße in einer Schneewehe steckenblieb und erfror.

Taxiunternehmen Witte
In der Sandheide 17
Taxiunternehen Witte, In der Sandheide 17. Das Unternehen existierte von 1972-1992. Das Bild zeigt Horst Witte mit seinen drei Mietwagen.
Horst Wittes Sohn Frank wäscht ein Taxi im Juli 1984. Die Kennzeichen enthielten "HW" für Horst Witte.

Schmidts Kate Heute Fengels,
Frankfurterstr. 245. Zufahrt über die Straße In der Sandheide. Bild von 1910
Die Schmids Kate besteht seit 1799. Sie ist heute im Besitz der Familie.
Die Familie des Maurermeisters Wilhelm Fengels, der von seinem Vater das Maurergeschäft übernommen hat.
Auf dem Bild steht seine Frau Margarethe Fengels geb. Neukäter. Die Kinder Wilhelm, Helene und Walter Fengels. Die Mutter Elisabeth Fengels geb. Bleckmann und ein Dienstmädchen.
Von dem Maurermeister Wilhelm Fengels Junior und Senior wurden etliche Häuser in Stockum, Voerde und Löhnen gebaut. Das Maurergeschäft bestand von 1873 - 1937.

Auto Reparatur - und Mechanische - Werkstatt Hermann Schepers
(Mühlenstraße 1/Ecke Frankfurter Straße)
Das Bild zeigt Kurt Schepers vor dem Geschäft seiner Eltern. Vom 14.3.1925 bis zum Dezember 1926 betrieben die Brüder Friedrich und Hermann Schepers auf dem Grundstück ihrer Eltern an der Frankfurter Straße eine mechanische Werkstatt. Es wurden Autos und Motorräder repariert. Die Brüder hatten die Werkstatt in einem Schuppen.
Fritz und Hermann gingen dann eigene Wege. Ende 1945 machte sich Hermann wieder selbstständig und betrieb eine Autowerkstatt im Elternhaus seiner Frau Anna, Frankfurter Straße 11.
1954 bauten die Eheleute Anna und Hermann Schepers erst die Werkstatt und dann das Wohnhaus an der Mühlenstraße 1, Ecke Franfurter Straße. Hermann verkaufte Autos, Motorräder und Fahrräder und reparierte diese bis zu seinem Tod. Es erfolgten noch einige Wechsel.
1980 wurde das Haus von Herrn Günther Borowski und seinem Schwiegersohn Herrn Wolfgang Dahlmann gekauft. Herr Dahlmann eröffnete am 14.4.1984 in den ehemaligen Räumlichkeiten der Werkstatt seine Tauchschule.

Mühlenstraße 3, 5, 7 - Stockum
Das Bild zeigt die drei Häuser Mühlenstraße 3, 5 und 7, deren Fundamente mit den Steinen der 1919 abgebrochenen Mühle erbaut wurden. Nachforschungen haben ergeben, daß die drei Häuser von den drei Kampmannstöchtern, deren Vater der letzte Müller der Mühle war, nach dem Abbruch der Mühle gebaut worden waren.

Tabakwaren Jopa - Josef Patt (Mühlenstraße)
Josef Patt lebte von 15. Mai 1898-24. Juli 1963. Er war Kaufmann und gründete 1933 die Firma Jopa - Tabakwaren. Die Bauern aus der hiesigen Umgebung brachten den Rohtabak in die Mühlenstraße, von hier aus wurde der Rohtabak von Josef Patt zur Firma Kersken in Orsoy und zur Firma Oldenkott nach Rees gebracht, um dort verarbeitet zu werden. Auf dem Rückweg wurde fertiger Tabak mitgenommen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde ein kleiner Pavillion zwischen Sparkasse und dem Buchladen Daniel & Haibach (früher Wäschegeschäft Feldhoff) als Tabakwarengeschäft eröffnet.
Filialen wurden in Wesel und Dinslaken eröffnet. Nach dem Tod des Vaters übernahm Hans-Dieter Patt (geb. 1943) das elterliche Geschäft und Kleinhandel + Zigarettenautomaten.
1964 wurde das Geschäft um Getränkeund Snackautomaten erweitert.
1990 kam Hygiene hinzu.
1994 wurde das Tabakwarengeschäft verkauft.

Fahrzeug der Firm "Jopa" von Josef Patt damals

und der Fahrzeugpark von Hans Dieter Patt heute

Das war die Schmiede Neukäter in der Grünstraße.
(Grünstraße/Einmündung Schafstege)
Nach dem Tod des Schmiedemeisters Gerhard Laakmann im Jahr 1945 übernahmen im September 1945 die beiden Söhne des 1939 verstorbenen Holthausener Schmiedemeisters Heinrich Neukäter, Ernst und Fritz Neukäter aus Holthausen, die Schmiede Laakmann an der Grünstraße (Einmündung Schafstege).
Nach dem Tod seines Bruders Ernst im Jahr 1959 führte Fritz die Schmiede zunächst alleine weiter. 1965 stieg dessen jüngerer Sohn Werner Neukäter als Geselle mit in die Schmiede ein, die dann nach dem Tod des Vaters Fritz im Jahr 1971 endgültig geschlossen und abgebrochen wurde.

Schmiede Neukäter, Beschlagen von Pferdehufen
(Grünstraße/Einmündung Schafstege)
Vater Fritz Neukäter (stehend) mit Sohn Werner (links) und Lehrling beim Beschlagen eines Pferdes.
Die Hufeisen wurden mit Vierkantnägeln unter die Hufe genagelt, die Nagelspitzen, die seitlich aus dem Huf hervorragten, wurden umgeschlagen.

Pootsmanns - Hof
Grünstraße 48 (an der Einmündung der Schafstege auf die Grünstraße)
Heute Hans - Friedrich Neukäter, Grünstraße 48 (an der Einmündung der Schafstege auf die Grünstraße).
Die erste Nachricht über diesen Hof stammte aus dem Jahre 1640, in dem ein Gördt Pootmannauf dem Hof geboren wurde.
Der Hof ist um 1600 Eigentum der Johanniter in Wesel, er verdankte seinen Namen dem durchaus nassem Untergrund des Hofgeländes.
An der Nord und Westseite stieß der Pootshof auf den vorbeifließenden Mommbach und bei Hochwasser entstand hier dann ein ziemlich großer Poot. "Poot" ist die Plattdeutsche Bezeichnung für Pfütze.
Die Nachkommen der Poot - oder Pootsmanns waren um 1800 durch Einheirat eines Friedrich Neukäter aus Holthausen mit seiner Frau Gerdruth Pottmann.
Auch heute wird der Hof von alteingesessenenen Voerdern "Potts - Hof" genannt.

Kapellenkate Ecke Grünstraße/ Auf dem Hövel anno ca. 1500
(Grünstraße 28)
In dem Heimatkalender von 1958 ist eine Karte von 1650 . Auf ihr ist eine Kapelle eingezeichnet. An diesem Ort steht heute die Kapellenkate. Das Foto ist aus den 60ger Jahren. Das Gebäude hat ursprünglich anders ausgesehen. Die Pfannenreihe unter der obereren Fensterreihe bildet den Abschluß eines Satteldaches.
Erst später wurde das Gebäude aufgestockt und ein Walmdach aufgebracht. Um die Jahrhundertwende gehörte das Haus Lehrer Jungmann.
Lehrer Jungmann unterrichtete in der Stockumer Schule von 1887 - 1923. Seine Tochter heiratete einen Vorstius aus Löhnen.

Biltgenskate anno ca. 1650
(Grünstraße 38)
Die Biltgenskate gehörte zu dem im Jahre 1467 gegründeten Kloster Marienacker in Stockum.
Der Name soll nach mündlicher Überlieferung auf ein Marienbild, das an der Straße am Hof gestanden haben soll, zurückzuführen sein.
In einem Abgabenverzeichnis von 1685 kommt auch der Name Biltgen vor. Die Höfe hatten nämlich Abgaben zu entrichten.
Am 5.10.1929 tritt mit der Heirat der Tochter Katharina mit dem aus Holthausen stammenden August Lohmann ein neuer Name auf Biltgenskate auf, dessen Nachkommen (Erwin Lohmann) heute noch im Besitz an der Grünstraße 38 sind (doppelte S - Kurve).

Klosterkamp Kate anno ca. 1700
(Grünstraße 24)
Die Kate wurde nach der Flur benannt. Sie wurde um 1700 auf einem Kamp (Grundstück) des ehemaligen Klosters Marienacker errichtet.
Der Pächter der Kate nannte sich nach dem Hofe, also Klosterkamp.
Ein Jörgen Hövels, gen. Klosterkamp, hatte eine Tochter Anna Margaretha Mechelt, die 1787 einen Cornelius Schepers heiratete.Dieser Cornelius Schepers, gen. Klosterkamp, hat während seiner Zeit auf Klosterkamps - Kate einen Hofkalender geführt.
Eine Eintragung besagt, daß vom 1. Januar 1784 bis zum 28 Februar der Rhein zugefroren war und Hochwasser die Gegend überflutete. Die Leute mußten ihre Höfe verlassen, durch den Eisgang gingen 100 Kühe verloren.
Anno 1816 war die Armut so groß, daß die Leute das Laub von den Johannisbeersträuchern aßen und noch hungrig waren. Die Nachkommen Schepers bewohnen noch heute das Haus.
Der Name "Kloster" ist im Volksmund bis heute erhalten geblieben.

Schreinerei Emmerich
(Im Hundsbusch)
Das Bild zeigt die Schreinerei Emmerich im Hundsbusch, Stockum. Im Türrahmen hinten Johann Emmerich, links außen Hermann Emmerich, zweiter von links Geselle Hermann Schneider, dritter von links Hein Emmerich. Die beiden Jungen im Vordergrund sind von Kampen und Krüßmann.
Auf dem Bild sieht man noch ein Werkzeug, was es hier am Niederrhein in jedem Haushalt gab, wenn es darum ging, ein dickeres Brett zu sägen. Es war das sogenannte Kottiesen, ein gebogenes Sägeblatt für zwei Leute, daß an den Enden jeweils einen Rundstab als Griff hatte.

Overländer
(Frankfurter Straße 225)
Das Haus wurde 1923 nach den Plänen des Architekten Breimann aus Friedrichsfeld gebaut. Auf Grund von Arbeitslosigkeit fuhr Bernhard Overländer 1937 mit dem Fahrrad von Haus zu Haus und verkaufte Rauchwaren und Süßigkeiten und baute an der nördlichen Seite des Hauses eine Trinkhalle an.
1948 erfolgte eine Erweiterung zum Lebensmittelladen.
1951 wird das Haus sowie der Verkaufsraum erweitert.
Zum 31. Dezember 1969 wird der Lebensmittelladen aufgegeben.

Schaufenster Overländer
(Frankfurter Straße 225)
Schaufenster des Geschäftes Overländer

Die alte Molkerei
(Frankfurter Straße)
Am 25. April gründeten die Landwirte und Bürger der Bürgermeisterei Götterswickerhamm eine "Molkereigenossenschaft". Sitz war eine Molkerei an der Frankfurter Straße, zu der auch eine Mühle gehörte.
Nach dem ersten Weltkrieg kam zur Mühle, die erst ab 1910 mit Strom betrieben wurde, die sogenannte "Bezugs- und Absatzgenossenschaft", die sich mit dem Vertrieb von Futtermitteln und Kunstdüngern beschäftigte. Die Bauern aus der Umgebung brachten ihre Milch und ihr Korn in die Molkerei und Mühle, um sie verarbeiten zu lassen.
In den 60ziger Jahren wurde Molkerei und Mühle geschlossen.

Milchwagen Flores
(Frankfurter Straße)
Das Bild zeigt den Milchwagen von Anneliese und Else Flores (rechts ). Morgens wurden die Milchkannen ausgewaschen, dann fuhr man zur Molkerei, ließ die Milchkannen füllen und fuhr einen bestimmten Bezirk ab. Die leeren Kannen kamen oben auf das Verdeck. Dieser Milchwagen wurde von Albert Flores für 65 Reichsmark aus Eversaal gebraucht gekauft. Das Geld war zu dieser Zeit so knapp, daß die Töchter mit ihrem Sparschwein aushelfen mußten.

Wirt im Felde anno ca. 1670
(Frankfurter Straße 297)
Erste Erwähnung findet die Gastwirtschaft im Jahre 1695, als dort ein Treffen von Leuten stattfindet mit dem Ziel, die im Bereich Voerde liegenden Höfe über Größe und Abgaben zu überprüfen. Es wurde ein Derk Abel als Wirt benannt.
Als der Dinslakener Anton Haberland die Stockumer Windmühle 1771 in Erbpacht übernahm, wohnte er auf der "Freienfeldskate" an der Frankfurter Straße (vormals "Wirt im Felde"). Demmnach ist zu dieser Zeit keine keine Schankwirtschaft mehr gewesen.
1825 ist der Sohn des Anton Haberland, Berhard Haberland, Eigentümer der Mühle. Ob er noch in der "Freienfeldskate" gewohnt hat, ist nicht bekannt. Nach 1800 hat eine Familie Feldkamp aus Hünxe die Kate erworben. Nach dem Kriege hatte ein Heinrich Feldkamp in dem Gebäude ein Fahrradgeschäft.
Danach wurde das Haus von Horst Witte aus Stockum erworben und zu Eigentumswohnungen umfunktioniert. Das Haus hat heute die Hausnummer 297.

Susenkate anno ca. 1780
(Frankfurter Straße 331)
Südlich der Einmündung der Mühlenstraße in die Frankfurter Straße lag das Grundstück "Am Huck". Zu Ende des 18. Jahrhunderts gründete hier Gerhard Becker eine Kate, er starb 1801.
Seine Witwe Anna Katherina Meyer, geb. in Hünxe, heiratete in zweiter Ehe den Sattler Heinrich Susen aus Baerl (1771-1815). Nach ihm erhielt die Kate den Namen "Susen Kate".
Nach seinem Tod ging die Witwe eine dritte Ehe mit Johann Werner ein, der in dem Haus eine Schenkwirtschaft errichtete. Durch seine Heirat mit Magdalena Susen, Tochter des Heinrich, kommt im Jahre 1835 Dietrich Bückmann, geb. 1814 in Spellen, auf die Susenkate und führt nach dem Tod des Johann Werner die Schenkwirtschaft weiter.
Das Haus Bückmann besteht heute noch, aber die Schenke ist schon lange geschlossen.

Anstreichergeschäft Wessel Schepers
(Frankfurter Straße 337)/heute: neben der Aral Tankstelle
Am 23.2.1949 erhielt Wessel Schepers vom Landkreis Dinslaken die Genehemigung zur Errichtung einer Verkaufsstelle für Farben, Lacke und Tapeten.
Gemeinsam mit seiner Frau baute er im Laufe der Jahre einen Malerbetrieb und ein Tapetengeschäft auf. Hier an der Frankfurterstraße wurden nicht nur Kunden beraten. Mutter "Stine" hatte für jeden ein offenes Ohr. Wenn es sein mußte, nahm sie sich auch Zeit für kleine und große Probleme ihrer Kunden.
Der Betrieb weitete sich im Laufe der Zeit aus und beschäftigte bis zu acht Gesellen. Wessel Schepers bildete auch Lehrlinge aus.
Ende 1969 meldete Wessel Scheppers seinen Gewerbebetrieb ab und führte nur noch das Ladengeschäft für Tapeten, Lacke und Farben weiter.
Am 31.12.1976 übergeben Wessel Schepers und seine Frau Christine aus Altersgründen den Betrieb und das Geschäft an den Malermeister Erwin Ruth aus Wesel. Dieser gibt den Betrieb wegen eines Unfalles 1984 auf. Danach wird das Ladenlokal an verschiedene Mieter vermietet, die nicht dem Malergewerbe nachgehen.
Heute befindet sich in den Räumen der Ambulante Krankenpflegedienst Langenfurth & Partner.

Wessel Schepers bei der Arbeit, 1959
(Frankfurter Straße)

Das Haus Wessel Schepers 1951
(Frankfurter Straße)

Tankstelle Bordemann
(Frankfurter Straße)
Tankstelle Bordemann, Frankfurter Straße 343. Die Tankstelle erbaute Herr Johann Vorstius (Schmiedemeister) in den 50ziger Jahren. Außer Benzin verkaufte er auch Heizöl.
Mitte der 60ziger Jahre eröffnete er zusätzlich noch eine Imbißstube in einem Gebäudeteil.

Eheleute Bordemann
(Frankfurter Straße)
Als die Festschrift zur 1000jahr Feier unseres schönen Ortes im Jahr 2003 verfasst wurde, waren die Eheleute Edith und Hans Bordemann Besitzer der Tankstelle. Auf dem Foto stehen die Eheleute Bordemann vor ihrer Tankstelle.
Heute gehört die Tankstelle Jörg Messing.

erste Spar- und Darlehenskasse in Stockum (fotografiert 1939)
(Frankfurter Straße)
Dank der Mitarbeit von Herrn Wolters zur Erweiterung dieser Homepage, haben wir nun ein weiteres Foto der Spar- und Darlehenskasse. Es wurde nach Recherche von Herrn Wolters im Mai 1939 aufgenommen. Sein Onkel, Wilhelm Wolters, war dort als Lehrling (Auszubildender) bei der Bank von 1937 bis 1940 beschäftigt.
Wilhelm Wolters ist im Dezember 1943 als Soldat in Rußland gefallen. Herr Wolters berichtete nach Rücksprache mit seinem Vater, Paul Wolters, dass vor dem Gebäude noch ein Emaille- Werbeschild mit dem Firmenaufdruck "Spar- und Darlehenskasse" stand, welches auf dem Foto leider nicht zu sehen ist.
1956 wurde ein neues Gebäude an gleicher Stelle errichtet.

Das war die Spar und Darlehenskasse ab 1956/ heutige Polizei
(Frankfurter Straße)
Die Volksbank wurde am 28. Dezember 1876 unter dem Namen "Götterswickerhammer Vorschußverein e.G.m.u.H" gegründet. Erster Vorsitzender wurde Bürgermeister von der Mark, der Geschäftssitz wurde Haus Löhnen. Ziel der Genossenschaft war, daß man sein Geld Zinsbringend anlegen konnte, und daß man Geld zu erträglichen Zinsen leihen konnte.
1895 verlegte man die Geschäftsräume in das Haus der Gaststätte Bernds in Voerde Stockum an der Frankfurter Straße neben der evangelischen Kirche.
1906 gab es einen neuen Namen: "Götterswickerhammer Spar- und Darlehnskasse e.G.M.u.H. in Voerde bei Wesel".
1927 änderte sich der Name wieder in "Spar und Darlehnskasse Voerde" (Niederrhein).
1929 bekam die Kasse ein eigenes Kassenlokal an der Frankfurter Straße in Voerde Stockum (heutige Polizei).1956 wurde ein neues Gebäude an gleicher Stelle errichtet. Am heutigen Tage befindet sich die Volksbank im Zentrum von Voerde und nennt sich "Volksbank Rhein-Lippe e.G.".

Elektrogeschäft Rühl
(Frankfurter Straße)
Das Bild zeigt das von den Eheleuten Rühl 1937 gebaute Haus.
1938 eröffneten sie in ihrem Haus ihr Elektrofachgeschäft.
Links neben ihrem Haus die 1929 eröffnete Spar - und Darlehnskasse Voerde (Niederrhein) e.G.m.u.H.
1956 wurde an gleicher Stelle ein neues bedarfsgerechtes Gebäude mit gleicher Nutzung errichtet. Danach war dort die Polizeistation Voerde untergebracht. Mit der Umorganisierung der Polizei 1994 wurde aus der Station die Polizeiwache Voerde.
1976 eröffneten die Eheleute Rüss in den Räumlichkeiten des Gebäudes der Eheleute Rühl ihr Elektrofachgeschäft. Die Eheleute Rüss verlegten ihr Geschäft später an die Straße im Osterfeld 5, am Marktplatz in Voerde und der Fleischzerlegebetrieb Adams kaufte das Gebäude von Herrn Gerhard Rühl und am 5.9.1981 nahm die Fleischgroßhandlung Adams ihren Betrieb auf.
Die Räumlichkeiten der ehemaligen Elektrowerkstatt wurden vorher zweckmäßig umgestaltet.

Weinkontor "Wivo"
(Frankfurter Straße)
Von Mitte November 2000 bis 28.2.2002 betrieb Herr Klaus Vogel in dem Gebäudeteil der ehemaligen Raiffeisen-Waren-Zentrale Rheinland (RWZ) mit Sitz in Köln - Frankfurter Straße 272, hier in Stockum die Vertriebsgesellschaft - Wein - "WIVO" mit seiner Lebenspartnerin Frau Hella Wiederhake (ehemalige Molkerei).
In den Räumen der ehemaligen Gaststätte BERGER - RIDDERSKAMP, an der Frankfurter Straße 351 hier in Stockum eröffnete Herr Vogel am 1.3.2002 wieder seinen Weinhandel "WIVO". Den Schwerpunkt seiner Weine ordnet er speziell Regionen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu.
Im März 2003 schloß Frau Wiederhake ihr Reisebüro am Marktplatz hier in Voerde und führte es in in die Räumlichkeiten des "Weinkontor WIVO".

Das war die Post Expedition im Hause Bernds.
(Frankfurter Strasse 56/heute 353 - neben der ev. Kirche)
1865 wurde in Voerde eine reguläre Postanstalt eingerichet. Es war die erste in der damaligen Bürgermeisterei Götterswickerhamm. Diese Post-Expedition war im Hause Berns, Frankfurter Straße 56 (heute Nr. 353) neben der evangelischen Kirche untergebracht.
1871 wurde die Post - Expedition 2. Klasse in eine Postagentur umgewandelt.
1904 wurde im Hause Berns das erste Telefon installiert.
Bis 1925 blieb die Post im Hause Berns.
Von 1925 - 1950 befand sich die Post im alten Rathaus (heute Seniorenheim) an der Frankfurter Straße.
Von 1950 - 1956 war die Post in der ehemaligen Polizeistation (Lindenwirtskate). Im Anschluß daran zog die Post in die Bahnhofstraße 65 (Heute Quil).
Bis 1986 das neue Postgebäude am Rathausplatz errichtet wurde.
1998 eröffnete die Post einen Shop im Edeka-Markt am Rathausplatz.

Das alte Rathaus
(Frankfurter Straße)
Das alte Rathaus an der Frankfurter Straße wurde 1913/14 gebaut. Es ist im Wilhelminischen Stil errichtet. Man hat den Baustil für altdeutsch gehalten und sich an die Bauelemente der Renaissance gehalten der Architekt hieß Neukäter, wie heute seine Nachfahren auf der Steinstraße.
Vorher war der Sitz der beiden Bürgermeistereien Voerde und Löhnen in der ca. 50 m entfernten Lindenwirtskate.

2 Steintafeln an der Eingangspforte am alten Rathaus
Über der Eingangspforte befinden sich rechts und links zwei Steinbilder. Links das Bild trägt den Namen "Abschied" und das rechte Bild trägt den Namen "Wiedererkehr". Die Ausführung war von einem Herrn Werder, und modelliert wurden die Bilder von einem Paul Hoevel aus Wesel. Es wird hier gezeigt, wie Soldaten in den Krieg ziehen und wie sie zurückkehren.
Vermutlich wurden die Bilder nach dem Bau des Rathauses angebracht, da das Rathaus bekanntlich von 1913-1914 gebaut wurde.
Es ist auch zu vermuten, dass das Bild spätestens im ersten Jahr des Krieges entstanden ist. Bei dem ersten Bild tragen die Soldaten noch die Pickelhauben, die aus Pappe und Leder gefertigt wurden. Im Granathagel des ersten Weltkrieges zeigte sich, dass die alten Pickelhauben keinen Schutz gegen die Granatsplitter boten. Daher entwickelte man den noch heute üblichen Stahlhelm, der ab dem zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam.
Im zweiten Bild "Wiederkehr" tragen die Soldaten ebenfalls die Pickelhauben. Also mußte dieses Bild vor der Einführung des Stahlhelmes entstanden sein, weil die Soldaten jetzt ja eigentlich Stahlhelme tragen müssten.
Kommt man in den Eingangsbereich und man wäre jetzt im Jahr 1917 , ständen hier viele Paare Holzschuhe. Die Frankfurter Straße war noch nicht befestigt, sondern eine Art befestigter Feldweg. Die Bauern kamen dann mit ihren lehmverschmierten Klompen (Holzschuhen) ins Rathaus. Wie es sich gehörte, wurden diese dann wie zu Hause vor Betreten desselbigen ausgezogen. Das Haus war ein multifunktionales Gebäude. Sämtliche öffentliche Institut befanden sich hier: Post, Standesamt, Polizei mit Gefängnis, Sparkasse und alle anderen Behörden waren vereint in dem alten Gebäude.
Im Laufe der Jahre zogen viele der Institutionen aus. Im Erdgeschoß rechts war der Rentmeister, der für Autos, Fahrradgeschäfte, Straßen, usw. zuständig war. Links befanden sich Post, Sparkasse, Standesamt, usw.
Der Standesbeamte hatte ein schweres Los. Die meisten Paare heirateten am Samstag. Es war üblich, dass der Standesbeamte für Braut und Bräutigam einen Schnaps trank. Man kann sich gut vorstellen, dass der Tag für den Beamten bei zehn Trauungen gelaufen war.
In der ersten Etage befindet sich der Rathaussaal, der eine Besonderheit aufweist. Die Wände sind nicht tapeziert, sondern hier sind mit einer Schablone Espenblätter auf die Wände gemalt. Es sind sicher mehr als tausend Blätter. Hier haben im letzten Jahr der Verwaltung 36 Ratsherren gesessen.
Zur Linken Seite des Saales saß dann der Bürgermeister mit seiner Vorzimmerdame. Im Dachgeschoss waren die Stadtkasse sowie die Telefonzentrale untergebracht.
Im Keller befanden sich das Gefängnis, die Kohlekeller sowie die Hausmeisterwohnung. Der Hausmeister Lang, der hier 25 Jahre wohnte, war wohl ein Bastelhannes, der alles "gebruken" konnte. Außerdem befand sich im Keller ein Wassertrog, wo die Bediensteten ihre Henkelmänner säuberten nach Gebrauch am Mittag, nachdem sie diese auf dem Herd erwärmt hatten. Dieses Haus schließt für viele Lebenskreise.
Viele der heutigen Bewohner verbinden ihre Geschichte mit der des Hauses. Ein altes Ehepaar bewohnte die Räume, in der früher das Standesamt war. Hier haben sie 1938 geheiratet. Er hat als Kind seinem Großvater beim Bau des Rathauses den Henkelmann zur Mittagspause gebracht.
1961 erhielt das Rathaus seinen ersten Erweiterungsbau. 1967 folgte ein weiterer Anbau. Die Gemeinde wuchs, und viele Ämter zogen aus,
da der Platz nicht mehr reichte.
1982 erfolgte dann die Einweihung des neuen Rathauses und 1985 wurde hier nach umfangreichen Baumaßnahmen das Seniorenzentrum der AWO eröffnet.

Lindenwirtskate (1.Voerder Rathaus)
Frankfurter Straße
In den Jahren von 1810 bis 1840 war die Lindenwirtskate Sitz der Bürgermeisterei.
Die Lindenwirtskate war der Sitz der beiden Bürgermeistereien Voerde und Löhnen. Ca. 50 m entfernt wurde ein neues Gebäude gebaut, das als "Altes Rathaus" bekannt ist. Bis 1982 das neue, heutige Rathaus eingeweiht wurde.
Vor über 300 Jahren als Gastwirtschaft erstmals erwähnt, diente dieses Haus an der Frankfurter Straße 371 ab 1810 der Bürgermeisterei Götterswickerhamm (später Gemeinde Voerde) als erster Vewaltungssitz; später beherbergte das Gebäude die Post und danach die Polizei; heute gehört das Haus zum AWO-Seniorenheim; es liegt zwischen "Haus Voerde" und dem "alten Rathaus".
Nun zur Chronolgie des 1. Voerder Rathauses!
1696, am 8. Juni, zahlt die Kirche (Götterswickerhamm) dem Müller und Wirt unter der Linde die Zehrungskosten zweier Orgelmacher mit zwei Talern.
Am 28. Februar 1719 ist Evert Vogels Wirt unter der Linde; er war auch Kirchmeister in Götterswickerhamm und Schöffe in der Herrlichkeit Voerde.
Er starb 1747 im Alter von 67 Jahren. Sein jüngerer Sohn Matthias führte die Wirtschaft auf der Lindenwirtskate weiter.
1810 hat die Bürgermeisterei Götterswickerhamm die Lindenwirtskate in Pacht genommen. Sie wird nun Sitz der Verwaltung und dient auch dem Bürger- meister de Brauin als Wohnung.
1840 verlegt der seinerzeitige Bürgermeister Noot Wohnsitz und Verwaltungsbüro von Voerde nach Löhnen, nämlich auf "Haus Löhnen", das er gekauft hatte, angeblich wegen Baufälligkeit der Lindenwirtskate.
Nach der Pensionierung von Bürgermeister Noot im Jahre 1851 wurde dann die Lindenwirtskate wieder Verwaltungssitz.
1914 wurde das neue Rathaus gebaut und die ehemalige "Lindenwirtskate" bekam den Namen: "das alte Rathaus".
Am 25. November 1983 wurde das neue Rathaus in Voerde eingeweiht.

Schmitz Kate anno 1799 und fotografiert im Jahr 1910
(Frankfurter Straße 245)
Die Schmids Kate besteht seit 1799 . Sie ist heute im Besitz der Familie.
Die Familie des Maurermeisters Wilhelm Fengels, der von seinem Vater das Maurergeschäft übernommen hat.
Auf dem Bild steht seine Frau Margarethe Fengels geb. Neukäter. Die Kinder Wilhelm, Helene und Walter Fengels. Die Mutter Elisabeth Fengels geb. Bleckmann und ein Dienstmädchen.
Von dem Maurermeister Wilhelm Fengels Junior und Senior wurden etliche Häuser in Stockum, Voerde und Löhnen gebaut. Das Maurergeschäft bestand von 1873 - 1937.

Autohaus Grans
(Frankfurter Straße)
Am 2.5.1973 mieteten die Eheleute Grans von Frau Feldkamp, deren Mann die Autowerkstatt bis zu seinem Tod betrieb, die Werkstatträume. Dort eröffneten sie ihre freie Autoreperaturwerkstatt mit Autoverkauf.
1979 wurde ihnen auf Bewerbung von dem Autohersteller "Mitsubishi" das Vertretungsrecht zugesprochen. Wegen mangelnder Erweiterungsmöglichkeiten bauten die Eheleute im Gewerbegebiet Voerde - Kleiner Kiwitt - eine Werkstatt mit Ausstellungsraum. Später kam auf der gegenüberliegenden Straßenseite noch eine Ausstellungshalle dazu.
Bis zum 30.9.1980 führten sie die Werkstatt bei Frau Feldkamp weiter und zogen dann in ihre neu erbaute Werkstatt ein.
In den Anfängen arbeitete Herr Grans alleine in der Werkstatt der Frau Feldkamp (siehe Bild oben). So ergaben sich Situationen, daß der Kunde auch schon mal mit anfassen mußte.

Von der Tierliebe zur Jungunternehmerin
(Frankfurter Straße)
Wie auf dem Bild zu sehen ist verkauft Annika Pelz von der Frankfurter Straße Meerschweinchen. Doch nicht nur das. So ist es für sie eine Selbstverständlichkeit, daß sie in allen Fragen der Kleintierhaltung berät. In den Ferien oder zur Urlaubszeit nimmt sie die Kleintiere von Kleintierhaltern in Pension.
Damit nicht genug, seit 1999 ist sie Mitglied in der Tierhilfe. Bei ihr zu Hause gibt es Gänse, Hühner, Ziegen und drei Hängebauchschweine.

Dehnen-Hof anno 1834
(Frankfurter Straße 293)
Im Jahr 1834 zog der Schiffszimmermann Diedrich Dehnen mit seiner Familie von Duisburg - Meidrich nach Voerde und machte sich an der Frankfurter Straße 293 seßhaft. Diedrich Dehnen hatte von dem Bauern Wellmer auf Hovermannshof in Löhnen das Hofgebäude des ehemaligen Fockenbergshof auf Abbruch gekauft. Mit den Ziegelsteinen aus dem Abbruch hat Dehnen sein Wohnhaus an der Frankfurter Straße gebaut. Wie schon im Kapitel "Haus der Neukirchener Mission" im Detail beschrieben, haben sich die Männer aus der Dehnen-Dynastie von Anfang an für kirchliche Belange eingesetzt. Über Jahrzehnte wurden im Dehnen Haus Bibelstunden abgehalten.
Der schöne alte Bauernhof wurde leider bei Kampfhandlungen 1945 mit den anderen Wirtschaftsgebäuden durch Granatbeschuß und Feuer total zerstört, konnte aber anschließend wieder aufgebaut werden.

Lohnmanns-Hof anno 1003
(Frankfurter Straße 228)
Der Lohmannshof ist der älteste Hof in der Bauernschaft Stockum. Der Name ist ein Flurname. Das Kloster Bedburg besaß hier viele Liegenschaften. Dazu gehöhrte auch die Flur "in gen Loh", und der Mann, der den Hof pachtete, war der "Lohmann".
Die ersten urkundlichen nachgewiesenen Pächter waren Geradus Herberdus de Loh, sie wurden 1293 als Gerichtsleute beim Gericht Götterswickerhamm genannt.
1645 wurde durch den Verwalter des Klosters Marienacker, Cornelius Schmidt, ein Verzeichnis sämtlicher Ländereien des Klosters angefertigt. Zu der Zeit war ein Johann Lohmann Pächter der Liegenschaften des Hofes.
In der Zeit des 80-jährigen Krieges (1568-1648) zwischen den Spaniern und Holländern ist wohl auch der Lohmannshof verwüstet worden.
Urkundlich wird der Hof 1868 wieder erwähnt, 1873 hat der Ackerer Jakob Lohmann das heute noch stehende Hofgebäude errichtet. Der Hof bekam die Nummer 1!
Heute bewohnt ein Nachkomme der Lohmanns, ein Hermann Dickmann, den Hof an der Frankfurter Straße 228.

Taxiunternehmen Gompert
(Frankfurter Straße 9)
Mitte der dreißiger Jahre gab es in Voerde schon ein Taxiunternehmen.
Wilhelm Gompert, Stockum, Frankfurter Straße 9, präsentierte stolz seinen Fahrzeugbestand mit seinen beiden Kindern.
1973nahm der Vater bei den Junkernwerken (Flugzeughersteller) in Magdeburg eine Arbeit auf. In Schönebeck an der Elbe (das liegt in der Nähe von Magdeburg) wohnte er und 1938 zog die Familie nach.
Vor 1937 bestand das Taxiunternehmen schon nicht mehr.
Folgende Fahrzeuge können wir sehen.
Auf dem Bild von links nach rechts: Adler-Hanomag-Brennarbor
IY war die Bezeichnung für alle Kraftfahrzeuge, die in der preußischen Rheinprovinz zugelassen waren.

Geschäftshaus Josten ca. 1915
(Frankfurter Straße)
Das Haus und die Schmiede befanden sich dort, wo heute der Neubau an der Frankfurter Straße 384 steht.
Die Schmiede befand sich links von dem Wohn. - und Geschäftshaus. Die Familie Josten verkaufte Porzellan und Eisenwaren.
Traudchen Werthmann, geb. Hörsken, ging in ihrer Jugendzeit jeden Samstag bei Josten für 1,50 RM putzen.
Beide Gebäude befanden sich schräg gegenüber der Gaststätte Pliester. Heute ist dort ein griechisches Resturant mit dem Namen "Taverne Mykonos".

Schmiede Josten
(Frankfurter Straße)
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es fast in jedem Ortsteil der heutigen Stadt Voerde eine Schmiede, so auch auf der Frankfurter Straße im Umfeld der Gaststätte Hellmich/Pliester. In früheren Zeiten wurden fast alle Eisenelemente geschmiedet. Radfelgen für Kutschen, Zäune und Tore, aber auch Hufeisen für Pferde. Diese wurden meist nach Maß gefertigt und noch sehr heiß gleich den Hufen angepaßt, was einen schrecklichen Geruch verursachte (Hornhaut).

Schmiede Josten 1915
(Frankfurter Straße)
Man sieht auf dem Bild einige Männer in Uniformen. Auf dem Schild rechts am Wagenrad ist folgendes mit Kreide geschrieben:
Einquartierung
Voerde
Schmiedemeister Josten
17. März 1915
Erster Weltkrieg: 1914 - 1918

Das Kolonialwarengeschäft Hüsken 1960
(Frankfurter Strasse 56)
Das Bild zeigt die Hochzeit von Erika Feldhoff geb. Schepers. Man sieht die Frankfurter Straße auf Höhe des Geschäftes Hüsken. Das Bild entstand im Jahr 1960.
Frau Hüsken verkaufte Lebensmittel und Fleischprodukte. Ihr Mann war Metzger.
Vor dem Geschäft stand an der rechten Hausecke eine Tanksäule.
Jeder alte Voerder kennt "Bordemanns Jan" oder auch "Dröppes Jan" genannt. Der Vater von Johann Bordemann hatte Schuhe verkauft und repariert. Jan hatte dann im rechten Teil des Geschäftes einen Laden eingerichtet, den er nach dem Tode seines Vaters um den Teil des Schuhladens erweiterte.
Seine Frau hieß Jakobine genannt "Bienchen" und kam gebürtig aus Hiesfeld. Bei Bordemanns Jan konnte man fast alles kriegen. Den Sylvesterschnaps kaufte man bei Bordemann, genau wie viele andere Utensilien des täglichen Bedarfs. Auch Bilder konnte man bei Jan entwickeln lassen. Er war so fasziniert von den Bildern, daß er alle Bilder vielen Kunden zeigte. Mit dem Datenschutz hat Jan es nicht so gehabt, der kam ja außerdem viel später.
Es war die Zeit wo jeder jeden kannte und man immer Zeit für ein Schwätzchen hatte.

Das aktuelle Rathaus/in der Voerder Stadtmitte
Nähere Informationen können Sie auf den Webseiten der Stadt Voerde lesen.